"Klinikseelsorge ist mehr als Besuch"

 

Hier entsteht die Web-Präsenz eines zukünftigen
Fachverbandes der Klinikseelsorge in Deutschland

Überkonfessionelles Netzwerk auf der Grundlage des christlich-biblischen Menschenbildes

für Seelsorgende, Krankenhäuser, Kirchen, Religion und Spiritualität

Qualität erhalten, sichern und entwickeln

Lobby im interdiziplinären Dialog mit Medizin, Pflege und psychosozialen Diensten

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Warum ein Fachverband?

Klinikseelsorge hat sich in den beiden großen Kirchen in Deutschland seit den 60er Jahren eine vielfältige Kompetenz erarbeitet und stellt diese Patienten, Angehörigen und auch dem Personal der Krankenhäuser zur Verfügung.

Allerdings gibt es deutschland weit bis heute keine (einheitlichen) Standards für die Ausbildung und die Qualität/Kompetenz der Klinikseelsorge.

In den letzten Jahren ist aufgrund der finanziellen Situation der Kirchen, dem Rückgang der Kirchenbindung in der Bevölkerung, der personellen Situation und aus anderen Gründen zu beobachten, dass zuerst an einzelnen Orten, dann aber immer häufiger seitens der Kirchen die Notwendigkeit einer qualifizierten Krankenhausseelsorge in Frage gestellt wird. "Das kann doch die Gemeindeseelsorge erledigen" - dieser Satz führt dazu, dass die vielfältige Aufgabe und Qualität der Klinikseelsorge nicht oder ungenügend gesehen wird.

So gibt es heute immer mehr Krankenhäuser, die keinen eigenen Seelsorger/Seelsorgerin mehr haben.

Krankenhausseelsorge wird leider immer noch oft gleichgesetzt mit Mitgliedersorge, sakramentaler oder kerygmatischer Unterstützung von gläubigen Patienten. Oder sie wird unter Berufung auf Mt25 gleichgesetzt mit "Besuchsdienst", den ja auch Ehrenamtlich übernehmen können.

Die pastoralpsychologische, mystagogische, ethische, interdisziplinäre und interkulturelle Kompetenz und Aufgabe in einer säkularen Institution des Gesundheitswesens, welches sich immer mehr ökonomisiert und Leiden nicht automatisch lindert, wird nicht gesehen oder als entbehrlich empfunden.

Klinikseelsorge ist nicht zuletzt durch die Pallitativmedizin neu in den Blick des Gesundheitswesens und der Krankenhäuser gekommen. Spiritual Care und Seelsorge sind zwar keine Synonyme, fordern aber die Religionen und konkret die Seelsorge in den Kliniken zu einer neuen Form der Verantwortung und Mitarbeit heraus. 

Es ist zu entscheiden: Ist Seelsorge im Krankenhaus eine "Besucherin", vielleicht fokussiert auf die konfessionell eigenen Mitglieder oder versteht sie sich als unverzichtbarer Teil des Krankenhauses, in dem sie nicht einfach aufgeht, aber dennoch kooperativ-verantwortlich präsent ist, nicht konfessionell eingeengt, aber aus der Erfahrung der eigenen Religion einen wichtigen Beitrag leistet, nicht nur für Patienten und Angehörige, sondern auch für das Personal und die Institution selbst insofern diese eine eigene Kultur darstellt.

Aus diesen Gründen braucht es in Deutschland den Diskurs innerhalb der Klinikseelsorge sowie mit dem Gesundheitswesen. Damit auch in Zukunft qualitätsvolle Klinikseelsorge existiert und Menschen hilft, mit den Grenzen des Lebens umzugehen.

Inhalte, Themen und Ziele des Fachverbandes könnten sein: 

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