Thomas Kammerer swneuneuIn meinen Jahren in der Klinikseelsorge, im Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland bei gemeinsamen Fortbildungen und Seminaren habe ich den Wunsch entwickelt, dass wir, die wir unmittelbar in den Krankenhäusern abeiten uns mehr miteinander vernetzen. Auch als gegenseitige solidarische Untersützung in einer Aufgabe, die das "Sitzen zwischen den Stühlen" von Kirche und Klinik substantiell in sich trägt, aber auch als Stimme der Akteure vor Ort im Kontakt mit den Menschen und Kliniken, die Seelsorge wollen und brauchen.

Gemeinsam Ideen entwickeln, gute Ideen und Projekte austauschen (damit nicht jede/r das Rad neu erfinden muss), Themen generieren, voranbringen und der Krankenhausseelsorge eine Stimme "von unten" geben, das ist mein Anliegen.

Ich hoffe, dazu viele gewinnen zu können.

Eine gute Zusammenarbeit mit den Kirchen (von oben) ist mir aber auch wchtig. 

Seelsorge ist ein Anliegen, das über die Interessen der christlichen Kirchen hinausgeht.

Brauchen wir heute für jede Religion und Konfession in Deutschland eine spezifische Seelsorge oder ist Seelsorge ein Begriff,  der es ermöglicht, verschiedene Religionen und religionsungebundene Menschen in einem gemeinsamen Anliegen zu vereinen, das nicht den kleinsten gemeinsamen Nenner als Grundlage hat, sondern den fruchtbaren Diskurs der kulturellen Diversität schätzt und nutzt? 

Komplizert? Ja, aber hat uns irgendjemand oder gar Gott versprochen, dass Leben unkompliziert ist? 

 

Thomas Kammerer


 

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